"Luto will viel. Und manches davon gelingt. Es ist ein Spiel über Verlust, mentale Ausnahmezustände und das Gefühl, in der eigenen Trauer festzustecken. Die visuelle Sprache ist stark, das Sounddesign wirkungsvoll, die Ambition spürbar. Aber es bleibt bei Fragmenten. Mehr noch, die kreative Basis – ein sich veränderndes Haus als Metapher für psychische Instabilität – ist inzwischen so oft durchdekliniert worden, dass selbst gute Umsetzungen darunter leiden. Luto will ein eigenständiger Take auf das P.T.-Erbe sein, aber der Überraschungseffekt ist längst verpufft. Was bleibt, ist ein Spiel, das sich interessant anfühlt, aber selten gut spielt. Wer sich dennoch auf den melancholischen Albtraum einlässt, bekommt ein stimmiges, wenn auch nicht spannendes Erlebnis. Alle anderen dürfen sich mit gutem Gewissen sagen: P.T. haben wir gespielt. Luto müssen wir nicht mehr."