Als ich den Prolog spielte, habe ich Schlimmstes befürchtet; spätestens als ich das unspaßige Schmiede-Minispiel kennenlernte und fälschlicherweise dachte, davon hinge die Qualität der Waffe ab. Besonders aber erzählerisch fand ich den Einstieg schwach. Doch so können erste Eindrücke täuschen. Denn ob in Bezug auf die Kämpfe mit ihrem hohen Fokus auf die Waffengattungen, das Design der Welt und der Gegner oder auch die Story und meinem Bezug zu Protagonist Aran: da wird Blades of Fire immer besser.
Mir hat Curse of the Sea Rats gut gefallen. Der Look spricht mich absolut an, mir gefallen die Dialoge und besonders die vielen Anspielungen auf andere Spiele und sonstige popkulturelle Referenzen. Die Kämpfe selbst machen mich – trotzdem sie mich in ihrer grundlegenden Art oft sehr an die Wonder Boy-Spiele erinnern – nur begrenzt an und haben definitiv ein mittelgroßes Balance-Problem. Ich hatte aber gut sechs bis sieben Stunden Spaß und dabei noch nicht einmal alle optionalen Aufgaben erfüllt. Mein Daumen zeigt am Ende trotzdem nur zur Seite. Ich finde einfach, dass ein Metroidvania zumindest in allen zentralen Bereichen besser als mittelprächtig abschneiden muss, und das ist in den Kämpfen aus meiner Sicht einfach nicht der Fall.